Sicherheit und Gesundheitsaspekte

Sicherheit

Ein Vorteil des Induktionsherdes ist die Sicherheit. Ganz besonders wichtig wenn kleine Kinder im Haushalt sind. Kochen mit Induktion bedeutet, dass der Topf und nicht die Herdplatte heiß wird. Die minimale Rückerwärmung des Kochgeschirrs kann vernachlässigt werden. Induktionsherde besitzen zudem eine automatische Topferkennung, wenn kein Topf auf der Platte steht, wird auch keine Energie übertragen. Für Erwachsene und vor allem für Kleinkinder besteht dadurch keine Verbrennungsgefahr mehr.

Ebenso ist das Induktionsfeld für vergessliche Menschen eine grosse Hilfe: Man kann das Feld ruhig anstellen, den Topf nach dem Kochen herunternehmen und vergessen, daß man das Feld angelassen hat. Hier schaltet sich das Feld selbst ab; es sei denn, daß irgendein anderes metallisches Material, welches erwärmt werden kann, auf dem Feld liegt. Fliegt aber z.B. nach dem Kochen ein Handtuch auf die noch laufende Platte, ist die Chance gering, daß dieses anbrennt.

Gesundheitsaspekte

Es gibt zur Beeinträchtigung der Gesundheit auf Grund von mittelfrequenten Magnetfeldern, wenig bis keine Untersuchungen, sowie keine überzeugenden oder aussagekräftigen Hinweise. Um ihre Gesundheit dennoch zu schützen ist es ratsam, sich immer in etwa 10cm vom Kochfeld entfernt, aufzuhalten, da somit die Magnetfeldbelastung stark reduziert wird. Weiters soll nicht mit einem Metallkochlöffel gekocht werden, da über diesen Ableitströme in den Körper fließen können.

Ist der Induktionsherd für Schwangere oder für ungeborene Kinder gefährlich?

Nein. Prinzipiell sind von allen Herstellern international anerkannte Grenzwerte und Normen einzuhalten. Sie werden regelmäßigen Prüfungen unterzogen und müssen gesetzlichen Anforderungen (u.a. der Weltgesundheitsorganisation) entsprechen. Zum Schutz der gesamten Bevölkerung stellen diese Anforderungen Höchstwerte dar und sind somit auch für werdende Mütter, ihre ungeborenen Kinder und auch Kleinkinder ungefährlich.
Unter Beachtung der jeweiligen Gebrauchsanweisung und bei sachgemäßen Gebrauch ist die Nutzung eines Induktionsherdes ungefährlich.

Dürfen Menschen mit einem Herzschrittmacher den Induktionsherd bedienen?

Ja. Lt. Prof. Hans-Joachim Trappe, Kardiologe der Ruhr-Universität Bochum ist der Induktionsherd auch für Menschen mit einem Herzschrittmacher in der Regel ungefährlich.
Moderne Schrittmacher sind elektrisch abgeschirmt. Es sei deshalb nicht zu befürchten, dass die Magnetfelder von Induktionsplatten die Funktion eines Schrittmachers stören.
In der Zeitschrift “Neue Apotheken Illustrierte“ (Ausgabe 15. März 2010) rät Prof. Trappe einen Sicherheitsabstand von 60cm einzuhalten. Da Herzschrittmacher in der Regel unterhalb des Schlüsselbeins eingesetzt werden ist dieser Abstand beim Kochen leicht einzuhalten.
In seltenen Fällen könnten zwar defekte Haushaltsgeräte die Programmierung eines Herzschrittmachers ändern, Sicherheitsschaltungen verhinderten aber, dass sich dieser ausschaltet.

Sicherheitshalber sollten Personen mit einem Herzschrittmacher oder implantierten Defibrillator sich vor Verwendung eines Induktionskochherdes mit ihrem Arzt besprechen rät das Schweizer Bundesamt für Gesundheit BAG.

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