Funktionsweise Induktionsherd

Das moderne Kochen

Seit Beginn der 80er Jahre ist der Induktionsherd auf dem Markt. Dabei muss man sagen, dass sich die Kochfläche bei einem solchen Herd kaum von der eines gewöhnlichen Glaskeramikherds unterscheidet. Blickt man auf den Induktionsherd, dann sieht im Gegensatz zum Elektroherd keine Kochfelder, sondern nur eine große Glaskeramikfläche.

Beim genaueren Betrachten kann man aber auch die Zeichnung runder Kochfelder entdecken. Natürlich ist auch ein Feld vorhanden, wo man durch einfache Berührung die verschiedensten Funktionen des Herdes einstellen kann. Ob man nur den Hitzegrad oder die Zeit bestimmen möchte, hier ist es mit dem bequemen Drücken kinderleicht möglich.

Öffnet man den Induktionsherd, dann sieht man unter der gezeichneten Herdplatte eine große Kupferspule und die notwendige Elektronik, damit zwischen Topfboden und Spule die notwendigen Wirbelströme entstehen, die dafür sorgen, dass der Inhalt des Topfes schnell erhitzt werden kann. Hierfür muss man aber das passende Kochgeschirr auf die Herdplatte stellen, denn nur so kann das Prinzip der Induktion funktionieren.

Funktionsweise des Induktionsherdes

Funktionsprinzip eines Induktionsherdes

Anders als bei einem Ceranfeld-Herd dient die Kochfläche des Induktionsherds nur dem Schutz der Elektronik und davon abgesehen als Fläche, um die Töpfe und Pfannen mit der Nahrung darauf zu positionieren. Über die Kochfläche wird also keine Wärme übertragen.

Unter ihr allerdings befindet sich eine Spule aus Kupferdraht, die so genannte Induktionsspule. Sie leitet die eigentliche Induktion ein und hat außerdem die Rolle des Induktors inne. Die Spule ist stromdurchflossen und in der Lage, ein magnetisches Wechselfeld zu erzeugen. So erfolgt die eigentliche Induktion. Von dem magnetischen Wechselfeld aus können nun Wirbelströme in das Kochgeschirr induziert werden, das sich zu diesem Zeitpunkt natürlich auf der Kochfläche befinden muss. Die Energie tritt in Form von Wärme auf und wird an das Metall des Topfes und das Essen abgegeben.

Obwohl Induktionsbeheizung prinzipiell bei allen elektrisch leitenden Töpfen funktioniert, sollte für einen hohen Wirkungsgrad Kochgeschirr mit einem Boden aus ferromagnetischem Material genutzt werden. Ferromagnetisches Material (von lateinisch ferrum ‚Eisen‘) kann man zum Beispiel daran zu erkennen, dass ein Magnet an ihm haften bleibt.

Der Induktionsherd verlangt nach einem speziellen Geschirr

Der Induktionsherd funktioniert durch das Prinzip, dass magnetische Wechselfelder erzeugt werden. Daher darf nur bestimmtes Kochgeschirr verwendet werden. Die verwendeten Töpfe beziehungsweise Pfannen müssen eine ferromagnetische Eigenschaft besitzen. Aluminium- und Edelstahltöpfe sind zum Beispiel nicht geeignet, hingegen können Töpfe aus Email und Gusseisen problemlos verwendet werden. Speziell für Induktionsherde entwickeltes Geschirr ist mit einem Symbol gekennzeichnet, was den Kauf wesentlich erleichtert.

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